Woodwalkers „Ich war mit einem Wolf spazieren“

Maresa Stölting

Emile Chérif, Sophie Lelenta und Johan von Ehrlich sind für „Woodwalkers“ nun schon zum zweiten Mal in die Rollen von Carag, Lou und Brandon geschlüpft. Die Reporterinnen Lina (10), Sara (12) und der Reporter Lukas (11) wollten wissen, wie es beim Dreh mit Tieren zuging.

Lina: In welches Tier würdet ihr euch gerne mal verwandeln?
Johan: Ich würde mich sehr gerne in einen Wolf verwandeln. Ich habe einen Hund, das würde also ganz gut passen.
Sophie: Bei mir wäre es eine Katze. Ich habe eine Katze namens Minou – es wäre cool, mal mit ihr reden zu können.
Emile: Ich würde mich gerne in einen Puma oder auch in einen Vogel verwandeln – ein Adler wäre schon toll.

Lukas: Habt ihr die „Woodwalkers“-Bücher schon vor den Filmen gekannt?
Johan: Ja, ich habe die ersten sechs Teile schon vor dem ganzen Filmprojekt gelesen.
Sophie: Ich kannte nur den ersten Band, die weiteren Bücher habe ich dann während des Castingprozesses gelesen.
Emile: Das war bei mir genauso. Als ich die Rolle bekommen habe, habe ich zur Vorbereitung die Bücher gelesen.

Lina: Wurde der Film tatsächlich viel in der Natur gedreht oder ist er mehr im Studio entstanden?
Emile: Der Großteil hat in der Natur stattgefunden. Wir waren ganz schön viel unterwegs – zum Beispiel in den Dolomiten in Italien, das war sehr schön. Aber wir waren auch in Bayern, Österreich und in Belgien.

Lukas: Wie lange dauert es ungefähr, eine Szene zu drehen?
Emile Das hängt von der Szene ab: Wie lang ist sie und gibt es viel Dialog? Wie viele Schauspieler sind dabei? Die müssen ja alle in die Garderobe. An manchen Tagen haben wir mehrere Szenen hintereinander gedreht.
Johan: Manchmal war aber auch ein ganzer Tag für eine Szene eingeplant. Das hat auch damit zu tun, ob Tiere dabei sind. Das ist ein bisschen komplizierter.
Sophie: Es gab sogar Szenen, die wir über mehrere Tage verteilt gedreht haben. Für den Showdown, am Ende des Films, haben wir eine Woche gebraucht.

Lukas: Habt ihr viel mit den Tieren zusammen gedreht?
Sophie: Mit den Pumas waren wir gar nicht gemeinsam am Filmset, weil das einfach sehr wilde Tiere sind. Es gab noch eine Second Uni, also ein zweites Filmteam, das nur die Tiere aufgenommen hat.
Emile: Ich habe viel mit den Wölfen gedreht, zum Beispiel mit dem Wolf, in den sich Tikaani verwandelt. Ich hatte auch mal einen Wolf an der Leine und war mit ihm in Belgien spazieren. Wir haben auch alle zusammen mit dem Wolfswelpen gedreht, der im Film Miro heißt. Das war sehr süß.
Sophie: Miro hat wirklich immer gemacht, was er wollte. Dem war es egal, ob jetzt „Action“ gesagt wurde: Er ist auf uns drauf gesprungen oder hat uns angeknabbert.

Sara: Wart ihr bei den Dreharbeiten mit den Tieren manchmal nervös?
Emile: Ich hatte eine Szene mit einem Adler: Ich habe mit ihm gesprochen, dann musste er über mich hinwegfliegen. Der ist schon ziemlich nah an mir vorbeigeflogen, und der hat ja schon ordentlich Krallen. Das hat mir ein bisschen Angst gemacht.
Johan: Angst hatte ich nicht, weil immer die Tiertrainer bei den Szenen dabei waren. Ich war eher nervös, dass ich nichts falsch mache.
Emile: Es ist schon schwieriger, mit Tieren zu drehen als mit Menschen. Die sind ja immer noch wild, auch wenn sie trainiert sind. Manchmal haben sie keine Lust oder wollen an irgendwas schnuppern – und dann machen die das auch. Da muss man geduldig bleiben und es manchmal einfach später nochmal versuchen.

Lukas: Welche Szene hat euch beim Drehen am meisten Spaß gemacht?
Johan: Ich glaube, da kann ich für uns alle sprechen: Wir mögen alle den Showdown sehr, weil wir da alle nochmal zusammengekommen sind – das ganze Team und alle Schauspieler. Aber auch die Szenen im Baumhaus fanden wir alle cool, weil das eine tolle Atmosphäre war, wenn wir da alle ganz eng im Baumhaus drin waren und sich auch die Kameramänner noch mit reindrücken mussten. Das war ganz witzig.

Lukas: Was macht ihr am Set, wenn ihr gerade nicht dran seid?
Emile: Mit den anderen quatschen und Snacks essen.
Johan: „Uno“ spielen.
Sophie: Manchmal gehen wir auch mit unserem Schauspielcoach Brigitte Szenen durch. Wir machen ein paar Übungen und sie gibt uns Tipps.

Sara: Wie seid ihr während der Dreharbeiten mit der Schule hinterhergekommen?
Emile: Das meiste haben wir während der Sommerferien gedreht. Darum haben wir nicht so viel verpasst. Ein oder zwei Wochen Unterricht kann man ganz gut nachholen.

Sara: Wird es noch einen dritten Film geben?
Sophie: Ja, den drehen wir voraussichtlich diesen Sommer. Dann kommt er 2027 in die Kinos.


Die Darsteller

Johan von Ehrlich spielt den Bison-Wandler Brandon: Bevor er für „Woodwalkers“ schauspielerte, stand Johan im Residenztheater München auf der Bühne. Der 17-Jährige spielt Basketball, fährt gerne Ski und verbringt Zeit mit seinen Freunden. Sein Hund ist ein Husky-Mischling, namens Mauja. Das bedeutet auf Inuit so etwas wie „tiefer, weißer Schnee“.

Emile Cherif spielt den Puma-Wandler Carag: Mit 10 stand Emile zum ersten Mal vor der Kamera, für den Film „Martha und Tommy“. Für die französischen Fassung von „Woodwalkers“ hat er seinen Text selbst synchronisiert, also eingesprochen. Außer Französisch spricht der 16-Jährige auch Englisch und Spanisch. In seiner Freizeit geht er gerne schwimmen, macht Muay Thai (eine Art thailändisches Boxen) und trifft sich mit Freunden.

Sophie Lelenta spielt die Wapiti-Wandlerin Lou: Mit 6 Jahren hat Sophie mit Schauspielunterricht angefangen, mit 13 Jahren hat sie sich für „Woodwalkers“ beworben. Lou ist ihre erste große Filmrolle. Die 16-Jährige liebt alles, was mit Musik zu tun hat. Sie singt und spielt Flöte. Außerdem spielt sie Tennis und auch Theater.