Liefern alle drei Systeme die gleiche Information, ist alles gut. Zum Beispiel: Du fährst Fahrrad. Am Auge zieht die Landschaft vorbei, das Gleichgewichtsorgan im Ohr bewegt sich mit, und der Luftzug zeigt den Fühlern auf der Haut die Bewegung an. Alles bewegt sich, es herrscht Klarheit im Gehirn.
Vermeintliche Falschinformationen führen zu einem Chaos. Zum Beispiel: Lesen im Auto. Das Auge meldet den Zustand der Ruhe, weil es die vorbeiziehende Landschaft nicht sieht. Die druckempfindlichen Bewegungssensoren der Haut aber melden die Bewegung im fahrenden, ruckelnden Auto. Der Gleichgewichtssinn registriert die Fahrt. Damit ist das Gehirn überfordert: Stehen oder Fahren? Die Reaktion ist Stress! Und die Folge können Schwindel und Übelkeit sein.
Schlafen
Wenn du im Auto schlafen kannst, ist das die beste Methode gegen die Reisekrankheit. Wenn du nicht schlafen kannst, hilft auch beruhigende Musik aus dem Kopfhörer oder ein Hörbuch. Dabei kannst du die Augen schließen und das Gehirn muss nicht mit widersprüchlichen Reizen klarkommen.
Weitblick
Ein Blick aufs Smartphone, Buch oder ein Videodisplay ist richtig doof, das verstärkt die Übelkeit. Schaue lieber in Fahrtrichtung und konzentriere dich auf einen Punkt in der Ferne.
Medikamente?
Es gibt auch Medikamente aus der Apotheke gegen die Reisekrankheit. Doch alle Medikamente haben Nebenwirkungen, und bei Kindern wirken diese oft zu stark – Fachleute raten eher davon ab. Aber: Falls du es schaffst, ein Stückchen frischen Ingwer zu essen, hilft das gegen die Übelkeit.