Klimawandel Ein Eisberg verschwindet

Tanja Volz

Der Eisberg A23a war einmal der größte Eisberg der Welt. Doch nun könnte er sich bald in den Weiten des Südatlantiks auflösen.

Noch vor wenigen Monaten wog der Eisberg mit dem unspektakulären Namen A23a fast eine Billion Tonnen und war etwa so groß wie die Insel Mallorca. Nun fällt er in sich zusammen und könnte innerhalb von Wochen ganz verschwinden. Aufgrund der Erderwärmung und damit auch aufgrund der aufgeheizten Meere bricht der Eisriese gerade auseinander und verliert riesige Brocken. Diese sind zu Beginn noch so groß, dass sie selbst als Eisberge bezeichnet werden können. Mit dem bevorstehenden Frühling auf der Südhalbkugel wird der einstige Riese dann wohl schon bald in sehr viele kleine Teile zerfallen, die man dann einzeln gar nicht weiter beobachten kann. Wie sich dieses Schmelzen auf die Meeresumwelt auswirkt, ist laut Fachleuten noch völlig unklar. Es wird aber sicherlich zu einem Anstieg des Meeresspiegels beitragen.

Was sind Eisberge?

Obwohl Eisberge im Meer schwimmen, sind sie nicht aus Salzwasser. Sie bestehen größtenteils aus Süßwasser. Denn Eisberge entstehen zunächst an Land und zwar aus riesigen Gletschern. Sie schieben sich Richtung Meer und dabei brechen immer wieder große Eisbrocken ab. Diese treiben ins Wasser und werden zu Eisbergen. Sie können unterschiedliche Formen haben und wunderschön aussehen: Mit bizarren Zacken und bläulich bis grün schimmernd.