Ein Fall für Paul „Warum ist weiße Creme auf der Haut unsichtbar?“

... möchte Julia (10 Jahre) von unserem Chefreporter Paul wissen.

Liebe Julia, 

Cremes, vor allem Sonnenmilch, kommen recht dickflüssig, weißlich aus der Tube und bilden einen Film auf deiner Haut. Doch sobald du die Creme fein verteilst, verschwindet sie in deiner Haut – außer du nimmst wirklich viel zu viel. Normalerweise ist also nach kurzer Zeit nicht mehr viel von ihr zu sehen. Creme, Lotion oder Gel: Die meisten dieser Hautpflegeprodukte bestehen größtenteils aus Wasser und Fett. Dabei umschließen die Wasserteilchen die Fettanteile. An der Luft verdunstet das Wasser teilweise, das Fett dringt ein – die Creme verschwindet gewissermaßen in deiner Haut und wird unsichtbar! Die Bezeichnungen Creme, Lotion oder Gel unterscheiden sich dabei einfach im Verhältnis zwischen Fett und Wasser. Bei manchen Sonnencremes kann es sein, dass sie nicht unsichtbar werden. Das nennt man den Weißel- Effekt: Sonnencremes mit dem sogenannten Lichtschutzfaktor sollen vor den Sonnenstrahlen und einem Sonnenbrand schützen. Sie enthalten daher unter anderem Stoffe, die das Sonnenlicht reflektieren, also von deiner Haut zurückwerfen. Man nennt das die mineralischen UV-Filter. Sie heißen Zinkoxid oder Titandioxid. Und diese schimmern nach dem Auftragen noch länger weißlich – auch wenn die Creme schon eingezogen ist.