Die drei Fragezeichen „Wir würden eher die Polizei rufen“

Maresa Stölting

Schon zum dritten Mal sind Julius Weckauf, Nevio Wendt und Levi Brandl als Justus, Peter und Bob im Kino zu sehen. In „Die drei Fragezeichen – Toteninsel“ reisen die Detektive auf die geheimnisvolle Insel Makatao. Die Reporterinnen Ronja (10), Chloé (11) und Reporter Elias (9) haben die drei interviewt.

Chloé: Habt ihr im Privatleben auch so ein detektivisches Gespür?
Levi: Naja, im Privatleben gibt es nicht ganz so gefährliche Fälle. Aber wenn ich zum Beispiel bei Themen wie Musik, oder Klamotten online recherchiere, habe ich ein ganz gutes Gespür.
Julius: Vielleicht haben wir das, aber wir konnten es noch nicht anwenden.
Nevio: Ich glaube, wenn uns so etwas wie in unserem Film passieren würde, würden wir eher die Polizei rufen, als selbst zu ermitteln. Das kann man auch nur jedem empfehlen.

Ronja: André Marx hat ja das Buch „Die Toteninsel“ geschrieben. Hattet ihr bei den Dreharbeiten mit ihm zu tun?
Nevio: Ja, er war tatsächlich mal zu Besuch und hat sich alles angeguckt. Und er hat uns gesagt, dass er das ganz gut findet, was wir da machen. Das ist natürlich ein Ritterschlag für uns, wenn derjenige, der „Die Toteninsel“ und ganz viele andere Drei-Fragezeichen-Geschichten geschrieben hat, zufrieden damit ist, was wir aus seiner Geschichte machen.

Elias: Nevio, Peter ist in den Geschichten ja der Sportlichste. Bist du im echten Leben auch so sportlich oder musstest du extra trainieren?
Nevio: Für mich ist Sport auch eine totale Leidenschaft und ein ganz wichtiger Teil meines Lebens. Das verbindet Peter und mich. Allerdings sind die Sportarten ein bisschen unterschiedlich: Ich hab mein ganzes Leben lang Handball gespielt und früher Fußball, Peter mag gerne Surfen. Das musste ich für die Rolle aber nicht lernen, das kommt nicht im Film vor.

Chloé: Übernimmt in eurem Film auch mal ein Stuntman eure Rolle?
Levi: Bei mir war das vor allem im zweiten Teil der Fall – da hat mir ein Stuntman einen großen Teil der Arbeit erspart.
Nevio: Ich hatte auch diesmal einen Stuntman. In einer Szene springt Peter nachts im Hafen aufs Boot und rollt sich dann so ab. Da haben wir ein bisschen getrickst: Den richtigen Sprung hat ein Stuntman gemacht, ich habe mich dann nur noch so ein bisschen abgerollt, sodass die beiden Aufnahmen zusammengeschnitten werden konnten.

Elias: Julius, in den Büchern benutzt Justus oft schlaue Wörter. Musstest du da manchmal ins Wörterbuch gucken?
Julius: Es gab tatsächlich zwei oder drei Begriffe, die ich nicht kannte – vor allem ältere oder lateinische Wörter. In der Schule mochte ich Französisch lieber als Latein, deshalb war ich da nicht immer ganz sattelfest. Ab und zu habe ich dann nachgefragt, was ein Wort genau bedeutet oder wie man es richtig ausspricht. Und ehrlich gesagt bin ich privat manchmal auch ein kleiner Klugscheißer wie Justus: Wenn ich etwas weiß, teile ich das gern – auch wenn ich die anderen damit gelegentlich ein bisschen nerve (lacht).

Ronja: Welche Geschichte von den drei Fragezeichen würdet ihr gerne noch drehen?
Levi: Ich würde gerne „Feuermond“ drehen, das ist meine Lieblingsfolge. Da gibt es einen coolen, bekannten Widersacher der drei Fragezeichen: den Kunstdieb Victor Hugenay. Aber auch Folge 1, „Der Super-Papagei“, könnte ich mir extrem spannend vorstellen.
Nevio: Das ist schwierig – es gibt so viele gute Folgen ... Ich mag zum Beispiel „Der rasende Löwe“ sehr gerne, „Die bedrohte Ranch“ und „Das Erbe des Meisterdiebs“, da kommt auch Victor Hugenay vor.
Julius: Ich würde gerne nochmal sowas ähnliches wie „Die Toteninsel“ machen. Das hat beim Drehen echt Spaß gemacht.

Elias: Die Toteninsel ist im Buch ja sehr gruselig. War es beim Dreh auch so unheimlich?
Levi: Die Insel an sich war zwar nicht gruselig, aber es gab ein paar unheimliche Situationen. Zum Beispiel haben wir in einer echten Höhle gedreht. Da mussten wir die Sauerstoffmasken auch wirklich tragen, weil die Luft so schlecht war. Ohne Masken hätte das auch ein bisschen schädlich sein können.

Ronja: Wollt ihr auch mal auf so eine ähnliche Insel wie Makatao?
Julius: Auf keinen Fall!
Nevio: Also, wenn es eine Urlaubsinsel wäre, wo es ein bisschen sicherer ist und es auch ein bisschen Zivilisation gibt, dann glaube ich, dass wir zu dritt einigermaßen zurechtkommen würden.
Julius: Ja, da hast du recht. Dann bauen wir uns eine Sandburg!

Ronja: Seid ihr beim Drehen zusammen auch immer so lustig wie jetzt im Interview?
Nevio: Vielen Dank erstmal für das Kompliment! Also wir müssen uns natürlich ab und zu zusammenreißen, wenn wir am Set sind, aber wir haben immer viel Spaß zusammen. Das macht die Drehzeit ganz besonders schön und das hilft uns auch für unsere Rollen. So können wir die Freundschaft, die auch Justus, Peter und Bob verbindet, vor der Kamera besser darstellen.


Die Darsteller

Levi Brandl (Bob Andrews): Für Levi war „Die drei Fragezeichen – Erbe des Drachen“ der erste große Schauspiel-Job. Nun ist er – wie die anderen beiden auch – zum dritten Mal in die Rolle eines Detektivs geschlüpft. Der 17- Jährige begeistert sich für Filme, Fußball, Sport und Musik.

Julius Weckauf (Justus Jonas): Mit 9 Jahren hatte Julius seinen ersten großen Erfolg als Schauspieler, in „Der Junge muss an die frische Luft“. Heute arbeitet der 19-Jährige als Schauspieler und Synchronsprecher, außerdem hilft er seinem Bruder in dessen Schreinerei aus.

Nevio Wendt (Peter Shaw): In seiner Freizeit spielt Nevio gerne Handball und Klavier. Er stand schon oft vor der Kamera, etwa in „Rocca verändert die Welt“, einer Folge von „Die Pfefferkörner“ und in weiteren Filmen und Serien für Erwachsene.

Der Film

Mit „Toteninsel“ wurde ein weiterer Klassiker verfilmt: der 100. Band der Buchreihe, geschrieben von André Marx. „Ihr habt drei Tage, um das Geheimnis zu lüften, sonst wird jemand von euch sterben!“: Diese Drohung erhalten Justus, Peter und Bob, kurz bevor sie eigentlich gemeinsam in den Urlaub fahren wollen. Stattdessen ermitteln die drei nun rund um einen Geheimbund namens Sphinx und reisen auf die Insel Makatao, mitten im Pazifik. Von dort soll noch niemand lebend zurückgekehrt sein ... Spätestens auf der Insel wird die Geschichte auch für die Fragezeichen-Fans richtig spannend, die die Originalgeschichte ganz genau kennen. Denn diesmal weicht die Verfilmung stärker vom Buch ab.