Eingeschleppt wurden die etwa vier Zentimeter langen Muscheln vor rund zehn Jahren aus dem Schwarzmeerraum durch Boote, an denen sie sich festgesetzt hatten. Manche Stellen des Sees haben die Tiere inzwischen komplett überwuchert. Vergangene Woche haben sich Fachleute bei der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK) getroffen, um zu beraten, wie man das Problem in den Griff bekommen könnte. Für die Tiere und Pflanzen im See ist die fremde Muschel eine große Bedrohung. Viele Seebewohner fressen Plankton, genau wie die Quagga-Muscheln. Aber weil diese immer mehr werden, bleibt für andere Arten nicht genug übrig. Manche sind bereits aus dem See verschwunden. Zudem ist nicht ganz klar, ob Pflanzen dort noch wachsen können, wo sich die Muscheln ausbreiten. Falls Pflanzen verschwinden, wäre dies auch ein Riesenproblem. Denn wie Pflanzen an Land, produzieren auch Wasserpflanzen Sauerstoff. Auch Fische brauchen Pflanzen als Lebensraum.

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